Wie kam ich zur Wolle

Aus diesem Grund hängte ich diese Karriere an den Nagel und zog zurück nach Deutschland, wo ich Gründungsmitglied eines engagierten Startups wurde.

 

Für die Pflege von Deichen, Naturhängen und Heidelandschaften ziehen unzählige Schafherden durch die Lande, meist Teil von kleinen Betrieben. Schafe müssen regelmäßig geschoren werden, aber da fast die gesamte weiterverarbeitende Industrie von Europa nach Asien abgewandert ist, haben nur Großschäfter die Möglichkeit ihre Wolle z.B. nach China zu verkaufen, wo sie meist chemisch gereinigt wird. Kaum ein Wollhändler kommt für weniger als einer Tonne Rohware (ca. 350 Tiere) vorbei und holt die Wolle ab.

 

Und wo landet die Wolle dann? ... auf dem Müll - oder bestenfalls wird sie als Dünger genutzt.

 

Während Tonnen dieser wertvollen Ressource ungenutzt bleiben, importiert Deutschland Tonnen von Wolle aus Übersee. Unglaublich! Also gründeten wir 'elbwolle', kontaktierten lokale Schäfer, kauften Wolle ausgewählter Schafe zu fairen Preisen, ließen sie in einer der letzten Wollwäscherei Europas sanft reinigen und schließlich zu Loden weben.

 

Als das Projekt erfolgreich angeschoben war, konzentrierte ich mich zunächst auf meine Familie. Später gab mir unser erster Sohn und die Autoreise durch den heißen Sommer die Antwort, wie es mit der Wolle perfekt für mich weiter geht. Denn wie man in Norddeutschland sagt: