die stützende Säule: mein Ehemann

Ohne meinen Mann wäre lyttn nie entstanden. Es war seine Idee, aus meinem für unser erstes Kind gebastelten Sitzbezug ein Geschäftsmodell zu machen (siehe auch hier die Entstehungsgeschichte von lyttn). Er hat nie an dem Projekt gezweifelt und es für selbstverständlich angesehen, mich sowohl finanziell, als auch mit Rat und Tat zu unterstützen! Mein Mann ist mehr als nur ein Unterstützer des Projekts lyttn, er steckt mittendrin.

Er lebt Gleichberechtigung stärker als die meisten, sogar stärker als viele Frauen, die ich kenne! Elternzeit zu nehmen war für ihn selbstverständlich, auch wenn einige Kolleg:innen ihn wegen der Zeitspanne - er nahm fast die volle Elternzeit - mit fraglichen Blicken oder Sprüchen würdigten. Aber für mich als Gründerin machte es keinen Sinn, Elterngeld/Elternzeit zu beantragen. Dank ihm konnten wir nun Familie und unsere beiden Berufe vereinbaren. Mit Liebe und Leidenschaft erfüllte er seine Aufgaben als Working-Doppel-Daddy und tut es immer noch!

 


Und was macht ihn noch so besonders? Sein bunter Werdegang: Nach seinem Zivi im Kindergarten – studierte er Südostasienwissenschaften, reiste viel durch Asien und arbeitete schließlich drei Jahre in Nordthailand als Dolmetscher in einem internationalen Krankenhaus. Zurück in Deutschland absolvierte er die Prüfung als Thai Dolmetscher. Um sein ursprüngliches Ziel, die Arbeit in einer NGO zu erreichen, nahm er eine passende Fortbildung mit und landete im sagenumwobenen Laos. Dort unterstützte er ein Projekt, das den Laoten hilft, US Streubomben des Vietnamkriegs aus ihren Äckern, Dorfstraßen und Schulplätzen zu entfernen. Leider sind Kriege nach Kriegsende nicht vorbei: bis heute verseuchen Millionen nicht-explodierter kleiner Bomben das Land. Aber wir schweifen ab....

 

Vor ein paar Jahren besuchte er seine heimatliche Stammkneipe und traf eine alte Schulfreundin: Mich! Wir beide hatten viele Jahre im Ausland gelebt und genossen nun heimatliche Gefühle. Ich arbeitete damals für ein großes Unternehmen in der Sportbekleidungsbranche in der Schweiz, aber merkte bald, dass mir weder das Land, noch die Arbeit im Turbokapitalismus guttaten. Wir zogen zusammen nach Deutschland, wo sein Job als Asienreferent beim internationalen Kinderhilfswerk terre des hommes uns den sicheren Aufbau unseres Familiennests ermöglichte und die größte aller Ideen entwickelt wurde… lyttn.